Transaktionsrisiko
Das Transaktionsrisiko bezeichnet die Gefahr von Nachteilen, die bei der Abwicklung einzelner Vorgänge entstehen. Dazu gehören eine ungünstige Orderausführung, Verzögerungen, Fehler bei der Zuordnung oder technische Störungen.
Erklärung
In einem gründlichen Aktien Ratgeber darf der Blick auf die Abwicklung nicht fehlen. Eine Transaktion ist nicht einfach ein Knopfdruck — zwischen dem Auftrag und seiner Durchführung passieren mehrere Schritte, in denen Fehler oder Nachteile entstehen können. Das Transaktionsrisiko fasst diese Gefahren zusammen.
Eine Rolle spielt beispielsweise die Ausführung eines Auftrags: Zu welchem Preis und zu welchem Zeitpunkt ein Vorgang tatsächlich umgesetzt wird, kann vom gewünschten Kurs abweichen. Hinzu kommen Kosten, die den Nettoertrag schmälern, sowie das Risiko von Verzögerungen oder Fehlern in der Abrechnung. Auch technische Störungen, etwa vorübergehend nicht erreichbare Systeme, können zu Nachteilen führen.
Eng verbunden ist das Transaktionsrisiko mit dem Liquiditätsrisiko, weil wenig liquide Werte besonders anfällig für ungünstige Ausführungen sind. Auch das Informationsrisiko wirkt hinein, weil eine unklare Auftragslage oder fehlerhafte Angaben zu falschen Vorgängen führen können. Verwandt ist zudem das Konzentrationsrisiko, wenn viele Vorgänge über wenige Kanäle abgewickelt werden.
Jemand gibt einen Auftrag ab, der zu einem bestimmten Kurs ausgeführt werden soll. Wegen einer kurzen Verzögerung und geringer Liquidität erfolgt die Ausführung erst zu einem etwas ungünstigeren Preis. Zwar ist der Unterschied im Einzelfall klein, über viele Vorgänge hinweg können sich solche Nachteile jedoch summieren. Hinzu kommen mögliche Gebühren, die den Nettoertrag weiter verringern.
Abgrenzung
Das Transaktionsrisiko betrifft die Abwicklung einzelner Vorgänge, das Liquiditätsrisiko die grundsätzliche Handelbarkeit. Beide treten oft gemeinsam auf, weil illiquide Werte auch anfälliger für ungünstige Ausführungen sind. Vom Verlustrisiko unterscheidet sich das Transaktionsrisiko, weil es nicht die Wertentwicklung selbst, sondern die Umsetzung der Vorgänge betrifft.
Häufige Fragen
Kann man das Transaktionsrisiko ganz vermeiden?
Nicht vollständig, weil jede Abwicklung Risiken birgt. Eine sorgfältige Auftragsgestaltung und die Wahl verlässlicher Kanäle können es jedoch verringern.
Sind Kosten Teil des Transaktionsrisikos?
Ja, in einem weiteren Sinn. Gebühren und ungünstige Ausführungen schmälern den Nettoertrag und gehören zum Risiko der Abwicklung.