Informationsrisiko
Das Informationsrisiko bezeichnet die Gefahr, dass Entscheidungen auf unvollständigen, falschen, verzerrten oder veralteten Informationen beruhen. Es entsteht überall dort, wo jemand auf Quellen angewiesen ist, deren Qualität schwer zu prüfen ist.
Erklärung
In einem fundierten Aktien Ratgeber spielt das Informationsrisiko eine wichtige Rolle. Informationen sind die Grundlage jeder Entscheidung, doch längst nicht jede Quelle ist zuverlässig. Manches ist unvollständig, manches übertrieben dargestellt, anderes schlicht falsch. Wer darauf aufbaut, entscheidet auf unsicherer Grundlage — ohne es unbedingt zu bemerken.
Besonders tückisch sind einseitige Darstellungen, die nur eine Seite beleuchten, und eine Auswahl an Informationen, die ein Bild gezielt positiv oder negativ zeichnen. Auch die Verbreitung von Gerüchten oder unausgewogenen Einschätzungen kann zu verzerrten Entscheidungen verleiten. Hinzu kommt das zeitliche Moment: Veraltete Angaben spiegeln nicht mehr die heutige Lage wider.
Verwandt ist das Transaktionsrisiko, weil fehlerhafte Informationen zu fehlerhaften Handlungen führen können. Eng verbunden ist auch die Emotionalität beim Investieren: Aufgebauschte Nachrichten wecken Gefühle, die wiederum den klaren Blick trüben. Wer sich über das Verlustrisiko im Klaren ist, prüft Quellen in der Regel sorgfältiger.
Jemand liest eine begeisterte Darstellung über ein Unternehmen, die nur die Chancen erwähnt und die Risiken verschweigt. Ohne die Angaben zu prüfen oder weitere Quellen zu vergleichen, wird daraufhin eine Entscheidung getroffen. Später stellt sich heraus, dass wesentliche Belastungen gar nicht erwähnt worden waren. Die Entscheidung beruhte auf einer verzerrten Informationslage — das Informationsrisiko hat zugeschlagen.
Abgrenzung
Das Informationsrisiko betrifft die Qualität der Grundlage, auf der entschieden wird, während das Transaktionsrisiko die Abwicklung betrifft. Die Emotionalität beim Investieren beschreibt die innere Haltung, die durch schlechte Informationen zusätzlich verschärft werden kann.
Häufige Fragen
Wie erkennt man unzuverlässige Quellen?
Merkmale sind fehlende Herkunft, einseitige Darstellung, übertriebene Sprache oder das Fehlen von Belegen. Ein Vergleich mehrerer unabhängiger Quellen hilft.
Schützen offizielle Veröffentlichungen vor dem Informationsrisiko?
Sie sind in der Regel besser belegt, schließen das Risiko aber nicht aus. Auch offizielle Angaben können unvollständig sein oder sich ändern.